1 Nymphensittich suchen ein liebevolles zuhause

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Nymphensittich suchen

Nymphensittich

Geschichte /Herkunft
Die Ursprungsheimat der Nymphensittiche (nymphicus hollandicus) ist Australien, wo sie in den Halbwüsten und Strauchsteppen in Schwärmen leben. Sie gehören zur Ordnung der Papageien und werden innerhalb dieser den Kakadus zugeteilt. Der Name "hollandicus" stammt von einem niederländischen Seefahrer, der auf "Neu-Holland" - wie Australien damals bezeichnet wurde-, die Rasse entdeckte.
Es wird berichtet, dass James Cook 1771 einen ausgespopften Nymphensittich von Ausralien nach England brachte. Später, in der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Nymphensittiche in Europa in Mode und wurden deshalb zu unzähligen bis kurz vor dem Aussterben gefangen und nach Europa verschifft. Dort kam aber nur ein geringer Teil an, denn da die Bedürfnisse der Vogel unbekannt waren und die Strapatzen der Reise extrem, starb die Mehrzahl bei der Verschiffung.
Die Überlebenden wurden als Haustiere gehalten und weitergezüchtet.
1849 erlies Australien dann ein Ausfuhrverbot, was der Art das Leben rettete und noch heute gilt.


Charakter und Grundzüge
Nymphensittiche sind sehr schnelle Flieger, weshalb der Freiflug auch in der Heimtierhaltung extrem wichtig ist. In freier Wildbahn leben Nymphensittiche in fast jeder Vegetation insbesondere in trockenen Regionen und durchstreifen in Schwärmen zu ungefähr 50 Vögeln weite Gebiete. Sie sind Nomaden, bewegen sich ständig und werden nur zur Brutzeit temporär sesshaft. Bei ihren saisonalen Wanderungen bilden sie größere Schwärme und vermischen sich z.B. auch an Wasserstellen kontinuierlich, sodass sich keine speziellen Unterarten entwickelt haben. Selbst in großen Schwärme leben Nymphensittiche monogam. Sie sind sozial und verfügen über ein ausgeprägtes Gruppenverhalten. Gefahren während der Nahrungssuche werden z.B. durch ein Schwarmmitglied, dass auf einem hohen Posten die Übersicht behält, angekündigt und alle Schwarmmitglieder richten sich danach und flüchten. Um gemeinsam an eine Wasserstelle zu kommen, dienen Lock-oder Suchrufe dem Zusammenfinden einzelner Vögel oder kleinerer Schwarmeinheiten.
Die Schwarmnymphensittiche fressen gemeinsam, schlafen und putzen sich zur gleichen Zeit. Die Vögel nagen sehr gern z.B. an Naturkork und frischen Ästen, die man ausgleichsweise in der Heimtierhaltung nutzen kann.
Zu beachten ist, dass Vögel als Haustier nicht stubenrein werden. Sie baden oder duschen sehr gern.
Nymphensittiche können als Haustier bei artgerechter Haltung 15 bis 20 Jahre in einigen Fällen sogar 30 Jahre alt werden. Sie brüten das ganze Jahr, ihre Jungen schlüpfen nach einer Brutzeit von 21 Tagen und können frühestens ab 8 Wochen von den Eltern getrennt werden.

Aussehen
Nymphensittiche sind 30 - 34 Zentimeter lang und zählen damit zu den mittelgroßen Vöglen. Sie wiegen 90 bis 110 g. Ursprünglich hatten sie ein graues Federkleid und einen orangen Wangenfleck. Durch Züchtung gibt es sie heute aber in weiteren Farben, wie geperlt, lutino, scheckig, weißköpfig oder zimt. Die Hennen haben eine gelb-schwarze Stelle (Querbänderung) an der Schwanzunterseite, die Hähne eine gelbe Gesichtsmaske, der orange Fleck ist dunkler - zumindest bei den Ursprungsfarben. Das charakteristische an ihrem Aussehen ist die spitze Federhaube auf dem Kopf, der angeblich Empfindungen und Stimmungen ausdrückt.

Haltung
Nympfensittiche brauchen um nicht krank zu werden unbedingt mindestens einen Artgenossen, denn sie sind Schwarmtiere. Sie können in Zimmer-oder Freilandvolieren mit viel Platz (2m Länge, 1m Breite und 1m Höhe/ Größe der Grundfläche entscheidend) gehalten werden. Sie knabbern gern, weil sie ihren Schnabel wetzen müssen. Die Voliere sollte man zugfrei stehen und nachts eine Lichtquelle haben, sowie nicht zugedeckt werden. In ihr sollten Sitzstangen verschiedener Dicke und Materials, Spielzeuge wie Glöckchen, Leitern oder Schaukeln und Bade- oder Duschmöglichkeiten angebracht sein. Desweiteren gehören Futter und Trinknapf zur Voilierenausstattung.
Nympensittiche sollte man mit speziellen Körnermischungen für Gross-Sittiche versorgen.
Dazu brauchen sie Mineralstein zur Kalkbedarfsdeckung, Vogelsand zur Verdauung,ungespritztes Gemüse und Obst und sie freuen sich über ungespritzte Wildkräuter und 1xWoche Kolbenhirse, Eifutter und Keimfutter. Auch Kabberstangen eigenen sich als Leckerbissen.
An Flüssigkeit sollte eine Wasserflasche nicht fehlen. Nymphensittich

aktuelle Tierfotos zu Nymphensittich

Haustier: LEA Haustier: McQueenHaustier: Filou Haustier: Jong van een valkparkiet. Eigen werk.
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