Graupapagei

Herkunft/Geschichte
Der Graupapagei (Psittacus erithacus) kommt ursprünglich aus den Regenwaldregionen und Mangrovenwäldern Afrikas und ist durch Seefahrer nach Europa gelangt. Hier wird er seit etwa 200 Jahren als Haustier gehalten. Nachdem viele unterwegs beim Transport oder durch falsche Haltung gestorben sind, hat sich mittlerweile das Wissen bezüglich artgerechter Haltung verbessert. Er gehört zur Familie der Psittacidae, zur Ordnung der Papageien (Psittaciformes), der Unterfamilie der eigentlichen Papageien (Psittacidae)und zur Gattung und Art der Graupapageien. Man unterscheidet in Freiheit lebende Graupapageien aus der Region des Kongo an Afrika`s Elfenbein-Küste, Ghana, Uganda und Kenia und den Timneh-Graupapagei in Afrika Guinea, Sirra Leone und der Elfenbeinküste und den Fernando-Poo-Graupapagei.
In seiner natürlichen Umgebung meidet der Graupapagei den Kontakt zu Menschen und trifft sie nur bei der Futtersuche in Anbaugebieten und Gärten in der Nähe von Siedlungen. Er lebt in der Wildnis in großen Kolonien von hunderten Papageien und auch die Futtersuche geschieht in der Gruppe.

Charakter
Graupapageien verständigen sich in Freiheit mit Kreischlauten und schrillen Pfiffen. Dabei sind sie recht laut. Sie fliegen sehr hoch und sind scheu und ängstlich und halten sich tagsüber in Kleingruppen auf. Bei Dunkelheit sammeln sie sich zu großen Schwärmen und gehen auf Futtersuche. Sie sind sehr gesellig. Sie leben monogam in einer lebenslangen Partnerschaft. In der Brutzeit trennen sich vom Schwarm und übernehmen als Paar die Verantwortung zur Jungvögelaufzucht.
Der Graupapagei sollte auch als Haustier nicht einzeln gehalten werden, da er sonst neurotische Verhaltensweisen zeigt und sich die Federn rausrupft und krank wird. Er ist sehr neugierg, sehr intelligent und sprachbegabt. Man unterscheidet Graupapageien, die in der freien Wildbahn von ihren Eltern aufgezogen wurden, von denen, die bereits von Menschen groß gezogen wurden. Erstere sind oft sehr scheu und schüchtern und gewöhnen sich erst langsam an den Menschen. Die von Menschen aufgezogenen Papageien sind sofort auf den Menschen geprägt und zutraulich, bedürfen aber viel Zeit und Zuwendung. Der Graupapagei kann verschiedene Stimmlagen nachahmen, kleinere Kunststücken erlernen, Sprechen lernen und Geräusche nachahmen, sowie pfeifen und kreischen. Bei viel Zuwendung, wird er Papagei in der Käfighaltung zahm und redet und pfeifft fröhlich bereits am Morgen und frisst seine Nüsse. Er ist nicht so laut, wie andere Papageiarten bzw. Aras. Kleine Nachzuchtgraupapageien sind bei der Geburt blind und Nesthocker. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Freiheit bei 70 is 80 Jahren, in Gefangenschaft bei 40-60 Jahren.


Aussehen
Der Kongo-Graupapagei hat ein helles bis mittelgraues Gefieder und rote Schwanzfedern. Der Timneh-Graupapagei hat ein dunkelgraues Gefieder und rotbraune bis braune Schwanzfedern. Der Graupapagei erreicht eine Körperlänge von ca. 33 cm und kann bis zu 450-500 g schwer sein. Er ist damit ein zu den großen Papageien Afrikas gehörender Vogel. Das Gefieder um die Augen herum ist weiß, die Augen leuchten weiß und haben eine gelbe Iris. Graupapageien haben oft eine rötlich-orange Färbung auf dem Schnabelrücken, des ansonsten schwarzen Schnabels.
Die Flügelspannweite eines Graupapageien kann 70 cm betragen. Er hat schwarze Krallen.

Haltung
Da Graupapageien sowohl als Paar als auch in der Gruppe in natürlicher Umgebung leben, ist es äußerst ratsam die Graupapageien auch in Gefangenschaft als Paar zu halten. Sie binden sich lebenslang an ihren Partner und werden oft nach dem Tod des Partners krank, ebenso wie sie es in Einzelhaltung werden.
Der Käfig muss ausreichend groß und mit genügend Sitz- und Rückzugsplätzen ausgestattet sein. In seinem Käfig sollte der Graupapagei Überblick und einen Beobachtungsplatz haben.
Schaukeln und Spielanhänger erfreuen ihn und geben ihm Beschäftigung, denn sie klettern und knabbern am liebsten den ganzen Tag.
Der Graupapagei sollte auch Freiflug im Zimmer oder einer Voliere erhalten und mag es ebenso auf der Schulter des Halters zu sitzen und gestreichelt zu werden. Da das Gefieder eines Graupapageis fettig ist, neigen sie zum Staub aufwirbeln.
Als Futter bietet sich vielseitiges Mischfutter an, dass z.B. aus Sonnenblumenkernen, Getreide, Nüssen, Obst und Grünfutter bestehen kann. Er frisst ebenso frische Zweige von Obstbäumen und Kräcker, an denen er als Beschäftigung gern knabbert. Graupapagei

aktuelle Tierfotos zu Graupapagei

Haustier: Geigei das Federschwein :-)Haustier: Kongo-Graupapagei
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