Stachelschwanzwaran

Geschichte/Herkunft
Der Stachelschwanzwaran (Varanus acanthurus) stammt von urzeitlichen Reptilien ab. Er hat seinen deutschen Namen durch den Umstand, dass sich auf seinem Schwanz Fortsätze, die wie Stacheln wirken, befinden. Er kommt in freier Wildbahn in Australien und auf Neuguinea vor. Speziell Nord-, West-und Zentralaustralien sowie Inseln vor der australischen Nordküste und vor Neuguinea sind seine Heimat. Er bewohnt die großen Trockengebiete im Norden außer Queensland, wo er nicht ansässig ist. Er gehört zur Familie der Warane und der Untergattung der Odatria. Es gibt noch zweiweitere Unterarten und viele Verwandte. Dazu zählen z.B. der Rostkopfwaran, der Trauerwaran, der Kurzschwanzwaran, der Schwanzstrichwaran, der Smaragdwaran und der Zwergwaran.
Das Klima im Norden Australiens ist trocken und heiß und der Stachelschwanzwaran liebt warme Böden, auf denen er lebt.

Charakter
Das Aussehen des urzeitlichen Reptils läßt scheinbar auf eine aggressive Natur schließen, aber diese hat er nicht. Der Stachelschwanzwaran ist nicht gefährlich, sondern eher friedlich und bei Zähmung auch zutraulich.
Er gehört zu den tagaktiven Tieren. Dennoch versteckt er sich gerade am Taggern unter Felsspalten oder Steinplatten und verkeilt sich sehr fest mit dem Schwanz im Versteck, sodass Fressfeinde ihn nicht herausbekommen. Er kann klettern und setzt dazu den Schwanz ein. Ebenso kann er gut springen und gräbt mit Vorliebe im Sand. Wenn ein Stachelschwanzwaran im Terrarium lebt, sollte man ihn nicht sehr oft rausnehmen, da er das nicht mag. Bei artgerechter Haltung kann er in Gefangenschaft zehn und mehr Jahre alt werden. Er braucht nicht unbedingt eine Winterruhe, diese ist aber für die Fortpflanzung und Züchtung nützlich.

Aussehen
Der Stachelschwanzwaran ist mittelgroß und kann 60 bis 80 cm lang werden, wobei der Schwanz (35 bis 55 cm) teilweise länger als der Rest des Körpers ist. Die Weibchen sind kleiner als die Männchen. Charakteristisch für ihn sind seine dunkelbraune Färbung des Rückens, Kopfes und Schwanzes mit Netzmuster und gelben Flecken auf Rücken und Kopf. Am Nacken gehen die gelben Flecken in Streifen über. Der runde Schwanz ist zwar auch von brauner Farbe, aber er hat keine gelben Flecken, sondern braun-gelbe Ringe und auf ihm sind bei den Männchen Fortsätze bzw. zwei Stackelschuppen, die wie Stacheln wirken. Der Bauch des Stachelschwanzwaranes ist beige-weiß.

Haltung
Ein Stachelschwanzwaran kann im trockenen Terrarium mit einer Luftfeuchtigkeit von 40-50% und einer Größe von mindestens 160×80×100 cm gehalten werden. Die Temperaturen sollten 25-30 °C betragen, nachts reichen 20 °C. Da der Waran es liebt sich in der Sonne aufzuhalten, ist es empfehlenswert einen Sonnenplatz anzulegen, auf dem durchaus Temperaturen bis zu 40°C herrschen können. Daneben freut sich der Stachelschwanzwaran über kleine Fels- oder Steinverstecke, Rebhölzer oder Höhlen, in die er sich zurückziehen kann. Als Bodenausstattung empfiehlt sich eine 15-20 cm Bodenschicht aus Lehm und Sand, denn im Sand graben die Warane gern.
Licht ist für das Wohlergehen des Waranes wichtig - er sollte am Tag 14h über UV-Leuchtstoffröhren oder Strahlern mit UV-Licht oder sonnenlichtähnlichem Lichtspektrum versorgt werden. Das Licht kann auch als Wärmequelle dienen.
Am besten -aus sozialer Sicht- ist die Haltung von Paaren oder Gruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen.
Ein Stachelschwanzwaran frisst kleine Nagetiere (Mäuse, Ratten) ebenso, wie große Insekten(Heimchen, Grillen, Mehlwürmer u.a.), die man am Besten mit speziellen Vitaminen und Mineralien ergänzt. Auf keinen Fall sollte man Hundefutter nehmen, da der Stachelschwanzwaran zur Verfettung neigt und auch bei artgerechter Fütterung Fütterunspausen bekommen sollte. Stachelschwanzwaran

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