Neufundländer

Beschreibung:
Herkunft/Geschichte
Der Neufundländer (canis familiaris) gehört zur Familie der Hunde, zur Gattung der Wolfs- und Schakalartigen Canis und zur Ordnung der Raubtiere. Der Ursprung des Neufundländers ist nicht hundertprozentig geklärt, wird aber in einer Verpaarung von großen einheimischen schwarzen Hunden auf der Insel Neufundland in Kanada mit Hunden von Ländern, die Schiffshandel betrieben -wie Frankreich, England, Spanien und Portugal- gesehen. Dabei soll der besagte schwarze große Hund Neufundlands ein großer schwarzer Bärenhund gewesen sein, der 1100 von den Wikingern in Neufundland eingeführt worden war.
Zusätzlich wird eine Kreuzung mit dem Polarhund angenommen, da der Neudundländer sehr dichte Unterwolle besitzt, wie sie beim Polarhund vorkommt.
Die amerikanischen Indianer sollen große schwarze Hunde als Arbeitstiere beim Leinenziehen der Fischerboote und anderen Unterstützungen beim Fischfang eingesetzt haben. Neufundland/Kanada ist das Heimatland der Rasse, England gilt allerdings als Gründungsland, da Neufundland bis 1947 eine Kolonie Englands war.
Offizielle Erwähnung fand der Neufundländer von einem englischen Kapitän namens Cartwright im 18. Jhd.
Das er in England erwähnt wurde, ist dadurch zu erklären, dass die europäischen Fischer von der Arbeitsweise der Hunde auf Neufundland begeistert waren und einige Hunde mit nach Europa mitnahmen und als Zughund einsetzten.
Im 19. Jhd. wurde er in England auch als Rettungshund eingesetzt.
Andere Länder fanden in dem Neufundländer einen erstrebenswerten Luxushund. In Birmingham wurde er 1860 auf einer Ausstellung vorgeführt und 1886 wurde "The Newfoundland Club" in England gegründet, während in Deutschland die Rassegründung in das Jahr 1893 fiel und in München stattfand.

Aussehen
Die Rasse der Neufundländer ist mit einem stabilen, kräftigen Körperbau und starken Knochen versehen.
Die Körperlänge entspricht in etwa der Höhe, sodass er ein quadratisches Äußeres besitzt. Alle Gliedmaßen sind muskulös, stark und kräftig ausgebildet.
Die Schulterhöhe der Rüden kann bis zu 71 cm erreichen, die weiblichen Neufundländer sind mit bis zu 66cm kleiner. Ein ausgewachsener Neufundländer hat ein Gewicht zwischen 54 und 68kg.
Der Neufundländer hat einen breiten Schädel mit einem kräftigen Hinterhauptbein und gut ausgeprägtem Stop. Der Kopf ist mächtig und beim Rüden massiver als bei der Hündin. Er liegt auf einem massiven starken und muskulösem Hals auf.
Die Nase des Hundes ist groß, pigmentiert und hat große Nasenflügel. Die Ohren sind klein und haben die Form eines Dreiecks, das an der Spitze abgerundet ist. Die Augen sind braun oder schwarz, zeigen keine rote Bindehaut und sind im Vergleich zur übrigen Kopfgröße klein sowie weit auseinanderliegend.
Neufundländer haben ein Scheren oder Zangengebiss, weiche Lefzen und einen quadratischen Fang. Die Mundwinkel sind klar.
Ein für ihre Eigenschaft des Schimmens wichtiges Körperteil ist der Schwanz bzw. die Rute, die beim Schwimmen als Steuer dient und kräftig und mit breitem Ansatz versehen ist. Sobald der Hund wütend bzw. aggressiv wird, trägt er den Schwanz hoch.
Für das bärenartige Aussehen des Neufundländers ist nicht zuletzt sein wasserundurchlässiges Fell mit langem, nicht gelocktem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle verantwortlich.
Sowohl die Vorder-und Hinterläufe, als auch die Rute sind mit langem Fell versehen, die Ohren und der Kopf eher mit kurzem Fell.
Das Fell des Neufundländers kann sowohl von schwarzer, weiß-schwarzer oder brauner Farbe sein.

Charakter
Neufundländer sind intelligente und vor allem geduldige und nervenstarke Hunde, die sich außerdem durch einen starken Beschützerinstinkt auszeichnen. Sie sind anhänglich und ruhig und vor allem äußerst zuverlässig. Diese Eigenschaft macht sie zu guten Begleithunden und Rettungshunden. Da sie sehr gern schwimmen, wurden und werden sie in der Wasserrettung eingesetzt.
Sie sind nicht nur von großer Verträglichkeit und Anpassungsfähigkeit, sondern auch sehr gelehrig, folgsam und leicht zu erziehen, sodass sie sich ideal als Familienhunde und auch als Führhunde z.B. für Blinde oder als Fährtenhunde eignen. Wichtig ist es, seine vielen besonderen Eigenschaften auf-und auszubauen und kontinuierlich mit ihm zu arbeiten. Seine soziale ausgeglichene Art und seine Sanftmütigkeit und Freundlichkeit machen den Neufundländer sehr beliebt.

Haltung
Der große und imposante Neufundländer ist kein Etagenhund, sondern braucht ein Grundstück bzw. einen Garten, indem er sich frei bewegen kann. Lange Spaziergänge braucht er nicht täglich, aber freien Auslauf und idealerweise einen Teich im Garten. Die Fellpflege sollte täglich vorgenommen werden und auch die Ohren bedürfen regelmäßiger Kontrolle. Das Bürsten sollte am Kopf und den Schultern zuerst nach vorn und nachfolgend nach hinten erfolgen. Für die Seiten reicht das Bürsten in Fellrichtung. Dreimal wöchentlich kann er mit einer harten Bürste gestriegelt werden, die ihn aber nicht verletzen darf. Eine Besonderheit ist seine Vorliebe zum Wasser - Neufundländer tauchen und schwimmen sehr gut und unheimlich gern. Nach einem Training leisten sie unglaublich gute Dienste als Rettungshunde für Ertrinkende, sogar auf hoher See. Zur Pflege nach einem Wasseraufenthalt reicht wiederum Wasser aus, denn Schampoo würde das wasserundurchlässige Fell durchlässig machen und dieses damit nicht mehr wärmend sein.
Der Neufundländer sollte zweimal am Tag Futter bekommen. Je nach Bewegung ist eine Menge von 700-1000g Futter empfehlenswert, das aus Fleisch und Fisch sowie Gemüse und Reis besteht. Zusätzliche Kohlenhydrate sind sinnvoll. Bei Trockenfütterung gilt, das es mit der doppelten Menge an Wasser (kalt oder warm) vorbereitet weden soll. Neufundländer

positive - Eigenschaften:

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