Deutscher Schäferhund

Ursprungsland:
Deutschland

Aufgabe (früher)
- Hütehund

Aufgabe (heute)
- Gebrauchshund

Haarkleid - Farbe:
schwarz/gelb; schwarz/grau; rein schwarz

Haarkleid - Haar:
Dichtes stockhaar mit guter Unterwolle

Beschreibung:
Herkunft/Geschichte
Die Ursprünge des Deutschen Schäferhundes sollen bei den Wölfen der Bronzezeit liegen.
Im 7. Jhd. soll es in Deutschland einen hellen Hund gegeben haben, der dem heutigen Schäferhund sehr ähnlich war.
Der Deutsche Schäferhund war früher für die Bauern ein Hütehund und wurde "Elsässer Wolfshund genannt"
Er gehört zur Gruppe der Hüte-und Treibhunde und kam bis 1915 in den drei Typen: Stockhaar, Langhaar und Rauhhaar auf Ausstellungen vor. Seine Züchtung in Deutschland zog sich über mehrere Jahrhunderte hin und begann mit einem Arbeitshund, wobei sowohl Stockhund als auch Langhaar-Schäferhunde (Altdeutscher Schäferhund) auf Ausstellungen noch immer aktuell sind, während der Rauhhaartyp kaum noch vorkommt. Ein Rittmeister names Max von Stephanitz und sein Freund Artur Mayer gelten als bekannte Zuchtmeister eines Arbeitshundes, den sie bei einer Ausstellung fanden. Die Züchtung -mit dem Ziel einen leistungsfähigen, kräftigen deutschen Hund hervorzubringen- begann Ende des 19. Jhd. Es erfolgten oft Einkreuzungen mit Wölfen. Bereits 1890 wurden die Rassestandards für den deutschen Schäferhund festgesetzt und 1899 der deutsche Schäferhundverein gegründet. Er wurde seit 1922 auf Ausstellungen gezeigt.
Mit Abnahme des Einsatzes von Deutschen Schäferhunden für die Schafherdenaufsicht, setzte Max von Stephanitz auf den Einsatz des deutschen Schäferhundes bei der Polizei und im Militär.
Nach Einsatz von mehreren Tausend Schäferhunden im ersten Weltkrieg wurde der Deutsche Schäferhund von
englischen und amerikanischen Soldaten bei deren Rückkehr ins Heimatland, mit nach England bzw. die USA mitgenommen.
In den USA hieß er nur Schäferhund und in England übersetzt: "Elsässer".
Er besaß trotz seiner deutschen Herkunft auch in diesen Ländern einen sehr guten Ruf als vielseitiger Gebrauchshund.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Deutsche Schäferhund von den Alliierten gegen Deutschland eingesetzt.
Heute wird der Deutsche Schäferhund weltweit gezüchtet. Er eignet sich hervorragend als Wach-und Suchhund, Blindengeleithund, Spürhund, Lawinen/Rettungshund und ebenso als Familien-und Haushund.

Aussehen
Der Deutsche Schäferhund ist ein muskulöser Hund mit langgestrecktem Körper. Sein Widerrist liegt
für das männliche Exemplar bei 69-65 cm, beim weiblichen Exemplar bei 55-60 cm. Er besitzt sowohl an den Beinen, breiten Schenkeln und Schultern gut ausgebildete Muskeln. Seine Pfoten haben feste Sohlen und sind rund.
Seine Schulterhöhe liegt bei 55 bis 65 cm und er bringt ein Körpergewicht von 28 bis 35 kg (w) bzw. bis zu 40kg (m) auf die Waage.
Der Kopf liegt auf Höhe des Körpers und hat eine gewölbte Stirn.
Die Ohren des Schäferhundes sind am Ansatz breit und zur Spitze hin spitz, sie stehen nach vorn.
Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiss.
Die Augen sind dunkel, lebhaft und mandelförmig. Typisch für die Rasse ist die schwarze Nasenkuppe und auch der Rücken ist schwarz. Das Fell kann aber am übrigen Körper auch eisengrau, aschgrau, rotgelb oder rotbraun sein und gelbe oder weiße Abzeichen haben.
Es ist dicht und festanliegend und hat neben dem Deckhaar Unterwolle.
Ein Schäferhund hat einen Schwanz, der bis zum Sprunggelenk reicht und herabhängt. Dieser ist stark behaart.

Charakter
Der Deutsche Schäferhund ist ein ausgeglichener, folgsamer, treuer und anhänglicher Hund. Seinem Wesen nach ist er äußerst gelehrig, intelligent und gleichzeitig besitzt er sehr schnelle Reflexe und eine unerschrockene Art.
Da er sehr geschickt und ausdauernd ist, ist er insbesondere als Polizeihund, Fährtenhund, Kriegshund und Rettungshund einsetzbar und arbeitet gern.
Aus einer guten Zucht kommend, ist er ebenso nervenstark wie selbstsicher und mutig. Er kann sich einerseits gut wehren und aggressiv sein, andererseits aber friedlich und kontrolliert auftreten. Mit seiner enormen Kraft kann er hohe Kletterwände überwinden und Steilsprünge überleben. Da er sowohl bei Schnee und Kälte, als auch in feuchtwarmen Wetter zurecht kommt, ist er in verschiedenen Klimazonen einsetzbar. Als Familienhund ist bei guter Sozialisierung kinderfreundlich, treu und loyal und verträgt sich auch mit anderen Haustieren gut.

Haltung
Ein Schäferhund ist in Bezug auf die Fellpflege sehr pflegeleicht. Dieses bedarf lediglich eines Ausbürstens von losen Haaren. Entscheidend zeitintensiver und wichtiger ist die Erziehung und Ausbildung des Hundes.
Es ist wichtig, sich täglich mehrere Stunden mit ihm zu befassen, denn wegen seines natürlichen Schutz-und Kapftriebes würde der Schäferhund aggressiv und unberechenbar werden, wenn er nicht gelenkt wird.
Die Beschäftigung mit ihm ist angenehm, denn er ist sehr lernfreudig und baut eine intensive Beziehung zum Herrchen auf. Damit er seine Grenzen austesten kann, sollte er konsequent und mit starker Hand erzogen werden und Kontakt zu Fremden haben, damit er keine Feindseligkeit zu anderen Menschen entwickelt. Deutscher Schäferhund

positive - Eigenschaften:

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