Russisch Blau
Herkunft/Geschichte
Wahrscheinlich gab es die Katzenrasse "Russisch Blau" bereits im 8./9. Jhd., denn es wurden Kleidungsstücke aus blauem Katzenfell aus dieser Zeit gefunden. Angaben von 1550 nach, brachten britische Seefahrer blaue Katzen aus Russland vom Weißen Meer in ihre Heimat nach England. Sie hieß damals Archangelskkatze, nach dem Ort des Hafens.
Die Russisch Blau der jetzigen Form soll Ende der 60iger Jahre durch Rückzüchtung auf den Originaltyp entstanden sein. Der russische Zar Nikolaus der I soll seine "Vatka" eine Russisch Blau sehr verwöhnt haben und sie taucht in den Geschichtsbüchern als seine Schmusekatze auf. Die offizielle Züchtung begann 1890 durch Mrs.C. Carew-Cox aus Essex (England) mit einer aus Archanglesk eingeführten Russisch Blau namens "Olga". Die Russisch Blau wurde auch als "Archangelsk-Katze", "Malteser", "Spanisch Blau", oder "Kartäuser" oder "Foreign Blue" bezeichnet. Mrs. C. Carew-Cox erreichte, dass in Skandinavien eine "Blue Foreign type" (Ausländische Blau" und in England eine "Blue British type" (Britisch Blau) Fuss fassten, aber durch den Krieg ging die Zucht bis zur Mitte des 20.Jhd. soweit zurück, dass sie sogar mit Siam-und Britsichen Kurzhaarkatzen gekreuzt wurde, wodurch allerdings ihr Fell das Doppelfell verlor und man mit der Kreuzung aufhörte.
Die Russisch Blau von heute entspricht wieder der früheren Archangelsk-Katze, die ein doppelte Fell, für ein damaliges Überleben am Weißen Meer besitzt und silberne Spitzen und grünen Augen hat.
Charakter
Die Russisch Blau ist eine lebhafte und verspielte Katze. Dennoch ist sie ruhig, aufmerksam, neugierig und mag ein behagliches geregeltes Leben, weshalb sie sich sehr gut für Berufstätige eignet. Vom Wesen her ist sie anspruchslos und unkompliziert und kann gut mit anderen Katzen gehalten werden. Auch mit Kindern versteht sich die sanfte Katze gut. Zu Anfang ist die Russisch Blau schüchtern, distanziert und scheu, entwickelt aber mit der Zeit eine enge Beziehung zum Menschen. Sie schmust gern und hat eine leise Stimme.
Sie muss sich vor Hektik und Lärm zurückziehen können. Als Wohnungskatze eignet sie sich gut, wobei sie bis heute ihren Jagdinstinkt nicht verloren hat.
Aussehen
Die Russisch Blau hat einen schönen Kopf von dreieckiger Form, der nach hinten flach und fließend erscheint. Ihre Nase ist gerade, ohne Stop und bildet zum Schädel hin einen leichten Winkel. Charakteristisch sind neben ihrem besonderen Fell die Augen, die grün und mandelförmig und offen sind.
Sie hat hoch angesetzte dünn behaarte Ohren. Ihr gesamer Körperbau erscheint elegant und kräftig geformt und muskulös. Die Pfoten sind an der Unterseite oval geformt und von altrosaner Farbe oder lavendel. Ihr Schwanz läuft spitz zu und reicht von der Länge her bis zu den Schulterblättern. Das Charakteristikum der Katzenrasse ist ihr kurzes, dichtes blaues Fell mit Silberschimmer. Die Unterwolle ist genauso lang, wie das Deckhaar, weshalb das Fell auch als doppeltes Fell bezeichnet wird. Es ist seidig, fein, kurz und plüschig und sehr weich.
Haltung
Bis auf die Zeit des Fellwechsels haart die Russich Blau kaum, sodass sie keiner täglichen Fellpflege bedarf, sich aber über eine solche und mit ihr verbrachte Zeit sehr freut. Sie braucht, um ihren Jagdtrieb ausleben zu können Spielzeug und einen Kratzbaum. Es eigen sich Bällchen, Kartoon, Kork und viele andere Dinge, die sie nur nicht verschlucken kann. Für den Schlafplatz sollte man einen ruhigen, stillen Ort mit Übersicht wählen und
z.B. eine Decke, ein Körchen oder eine Höhle oder Matte nehmen.
Die Russisch Blau ist stubenrein und braucht eine Toilette, die ihrer Größe entspricht, ruhig gelegen ist und am besten aus Kunsstoff besteht, da man diesen sehr gut reinigen kann.
Fressen tut sie, wie die meisten Rassekatzen Vollwertnahrung, die es im Handel gibt, ergänzt um kleine Fleischstücken , Fisch, dann und wann ein rohes Ei sowie Wasser zum Trinken. Russisch Blau