Perser
Dem Mythos zufolge, entdeckte der italienische Forschungsreisende Pietro della Valle bereits im 17. Jahrhundert die Urform der heutigen Perserkatze. Ob das außergewöhnlich prächtige Fell der Tiere eine Zucht von Hauskatzen oder eine Abstammung von Wildkatzen bezeugt, wird kontrovers diskutiert. Pietro della Valle soll sich im damaligen Persien jedenfalls unsterblich in die schönen Tiere verliebt haben und nahm einige davon mit nach Europa. Seitdem gilt die Perserkatze als Verkörperung von Schönheit, Anmut und Luxus.
Das attraktive „Mitbringsel“ gelangte zunächst vor allem in aristokratische Hände. Die Perserkatze galt als Statussymbol; die Nachfrage nach ihr war hoch. Gegen 1870 begann man, die Katze gezielt zu züchten und Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie erstmals auf einer Ausstellung in London präsentiert. Die Katzenrasse mit dem begehrten Puppengesicht fand als "Perser" weltweit Beachtung.
Liebhaber der Katze schätzen vor allem ihr „vornehmes“, zurückhaltendes Wesen. Sie beschreiben die Katze als ausgeglichen, intelligent und anschmiegsam. Eine echte Aristokratin! Ihre Stimme ist angenehm und melodiös, ihr Blick wirkt ausdrucksvoll. Doch nicht jede Katze wird Attributen wie „lieb und schmusig“ gerecht. Viele Besitzer bezeichnen ihre Perserkatze als temperamentvoll, unabhängig oder fordernd – und sind glücklich darüber.
Heute gibt es Exemplare dieser Katzenrasse in vielen Farben, Zeichnungen und Schattierungen. Ob gestromt oder gescheckt, ein-, zwei- oder dreifarbig: Nahezu alles scheint möglich. Das Fell ist voll, üppig und langhaarig. Erwünscht ist ein mittelgroßer bis großer Körper auf stämmigen Beinen mit runden Pfoten. Der Kopf soll rund, gut proportioniert und massiv wirken und – neben einem starken Kinn – volle Wangen und eine runde Stirn aufweisen. Kleine, niedrig am Kopf platzierte und weit auseinander liegende Ohren gelten als schön, insbesondere, wenn die Spitzen abgerundet sind. Ebenso vorteilhaft: lange Ohrbüschel. Auffälligstes Merkmal ist – neben dem Fell – die Nase. Typischerweise ist sie sehr kurz und breit und zeigt einen deutlichen Stopp. Dieser soll genau zwischen den Augen, also weder über noch unter ihnen platziert sein. Neben Perserkatzen mit etwas längerer Nase werden auch solche mit kaum noch erkennbarer Nase gezüchtet. Wichtig sind besonders bei diesen Tieren gut geöffnete Nasenlöcher, um eine ungehinderte Atmung zu gewährleisten.
Die Perserkatze wird als perfekte Wohnungskatze bezeichnet, da sie von allen Rassen den geringsten Bewegungsdrang und Jagdinstinkt zeigt. Freilauf liebt allerdings auch diese Katze. Um ihr ein Alleinsein oder Langeweile zu ersparen, ist insbesondere bei reiner Wohnungshaltung und für Berufstätige eine Haltung mit mehreren Katzen empfehlenswert.
So anpassungsfähig sich die Katze im Alltag zeigt, so aufwendig ist ihre Pflege. Deshalb eignet sie sich vor allem für Menschen, die eine ruhige Katze suchen und ausreichend Zeit für die Pflege erübrigen können. Denn wer sich für eine Perserkatze entscheidet, wird sich an den regelmäßigen Umgang mit Kamm und Bürste gewöhnen müssen. Damit sich die Haare nicht verfilzen, ist ihre regelmäßige Anwendung Pflicht. Am besten ab dem Babyalter: Dann ist die Fellpflege noch ein Spiel und die Katze kann sich frühzeitig daran gewöhnen. Bei vielen Persern ebenso wichtig: die regelmäßige Kontrolle und Säuberung der Augen. Durch die kurze Nase sind die Tränendrüsen schnell verstopft. Schon ine Erkältung kann schlimme Augenentzündungen verursachen. Perser