Norwegische Waldkatze
Geschichte/Herkunft
Der Ursprung der Norwegischen Waldkatze (Skogkatt) ist nicht eindeutig zurück zuverfolgen. Erforscht ist aber, dass sie keine domestizierte Wildkatze ist, sondern ihre Vorfahren bereits vor alter Zeit als freilebende Waldkatzen in Norwegen lebten. Sie waren aus Mittel- und Osteuropa nach Skandinavien eingeführte Katzen, die in die Wildnis verschwunden waren und sich den extremen klimatischen Verhältnissen angepasst hatten. Erst in den letzten Jahrzehnten vermischten sich andere Rassekatzen oder Hauskatzen mit den "Norwegischen Waldkatzen".
Da Kurzhaargene dominant sind, hatte die norwegische Waldkatze ihr langes Fell nur noch selten, was durch planmäßige Zucht wieder verändert wurde.
1975 wurde sie als Rasse mit einem Bestand von ca. 100 Katzen in Zuchtbüchern registriert.
1977 wurde die Rasse in Paris von der FIFe als "Semilanghaar" offiziell anerkannt. Heute wird sie in 9 Farben vom Weltzuchtverband eingeteilt. Die Züchtung erfolgt hauptsächlich in dem Bestreben die Rasse mit den anerkannten Merkmalen zu erhalten.
In der norwegischen Mythologie wird oft von einer großen Katze berichtet, die selbst die Gottheit Thor nicht vom Boden aufheben konnte. Außerdem wird erwähnt, dass Freya, die Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit einen Wagen mit zwei sehr großen Katzen besaß.
1835 wird in der Volkskunde von Zauber- und Trollkatzen mit langem buschigem Schwanz berichtet. Im Jahr 1912 veröffentlicht Gabriel Scott ein Kinderbuch mit Erzählungen über den Norwegischen Waldkater "Solvfaks".
Grundzüge und Charakter
Die Norwegische Waldkatze ist anhänglich, treu, tolerant und menschenbezogen. Mit ihrer Sanftmut in ihrem Charakter spiegelt sie nicht die urwüchsige wilde Art, die sie ausstrahlt wieder.
Sie ist ruhig und sehr intelligent. Sie folgt meist ihrem Besitzer, ist aber keine Schoßkatze. Die Norwegische Waldkatze besitzt Neugier und Ausdauer. Bekannt ist auch ihr Klettervermögen und ihre Unabhängigkeit, trotz der sie aber kompromissbereit ist und als Hauskatze und im Zusammenleben mit Kindern und anderen Haustieren kaum Probleme macht.
Aussehen
Die Norwegische Waldkatze hat bestimmte Rassemerkmale, zu denen ein dreieckiger Kopf, große Augen, ein gerader Nasenrücken ohne Knick und große luchsartige Ohren genauso gehören, wie ein langer buschiger Schwanz. Um zu überleben hat sie sich mit besonderen Eigenschaften angepaßt, so besitzt sie z.B. einen schweren Knochenbau und kräftige Hinterbeine mit Krallen die auch zum Klettern dienen.
Das Fell ist halblang und glänzend und dazu wasserabweisend. Ähnlich der Maine Coon, mit der sie
oft verwechselt wird, haben die Kater an den Hinterbeinen "Knickerbocker" und am Hals eine Halskrause.
Als Fellfarbe gibt es mittlerweile unterschiedliche, da die Zucht eher auf die Fellart und den Typ achtet.
Haltung
Obwohl die Norwegische Waldkatze einen großen Bewegungsdrang und hervorragenden Jagdtinstinikt hat, kann sie gut als Hauskatze gehalten werden. Bei kleinen Wohnungen bietet sich ein Freigehege an. Die Katze lebt gern ihren natürlichen Bewegungsdrang aus und deshalb sollte man in der Wohnung künstlichen Kratzbäume aufstellen.
Für die Fellpflege mit der Bürste braucht man höchstens einmal pro Woche oder in Zeiten des Fellwechsels sorgen, da sich die Norwegische Waldkatze problemlos selbst pflegen kann.
Als Nahrung kann Trockenfutter und Feuchtfutter genommen werden, das Proteine, Fette Kohlenhydrate und Vitam A,B,C,D,E und K enthalten sollte. Zusätzlich kann man kleine Fischstückchen oder Häppchen rohen Rindfleisches oder Eintagskücken anbieten. Zur Flüssigkeitsversorgung ist Wasser geeignet.
Sie sollte kein Schweinefleisch, kein Eigelb und keine Schokolade bekommen. Also ist der Tipp, den wir Ihnen geben . Norwegische Waldkatze