Karthäuser
Herkunft/Geschichte
Die Karthäuser Katze lebte ursprünglich im Gebiet des vorderen Orient im Gebirge von Syrien, Persien und der Türkei. Ihren Weg nach Europa fand sie über Malta zur Zeit der Kreuzzüge.
In Frankreich wird im 15. Jhd. von einer Chartreux - (übersetzt: Karthäuser) berichtet. Dort erreichte sie auch als Lebenmittel und als Pelztierlieferantin Bedeutung. Die Züchtung aus der wildlebenden Population begann jedoch später im 20. Jhd. von den Schwestern Leger.
Andere Entstehungsversionen reden von Karthäuser Mönchen, die im 16. Jhd. die Tiere züchteten oder aber sie wird nach ihrem Fell bezeichnet, dass als Wolle (Pile des Chartreux) bekannt war.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Chartreux-Population sehr klein und aus diesem Grund nahmen Züchter die unabhängige Rasse der Britisch Kurzhaar (die seit dem Ende des 19. Jhd. in England lebte) und kreuzten sie mit der Kathäuser. Weitere Einkreuzungen werden mit der blauen Perserkatze vorgenommen.
Nach einigen Nachfolgegeneration und Züchtungsversuchen bildete sich eine Rasse, die der Ursprungskarthäuser nahezu identisch war und dann einheitlich als Karthäuser bezeichnet wurde.
Von 1933 ist bekannt, dass die Karthäuser zum ersten Mal zur schönsten Katze einer Ausstellung gewählt wurde.
in Deutschland tauchte die Karthäuser erst nach dem zweiten Weltkrieg auf.
Die Karthäuserkatze gilt heute überall als eigene Rasse und wird nur aus Unwissenheit als Britisch Kurzhaar bezeichnet.
Charakter
Die Karthäuser ist eine ruhige, ausgeglichene, gelassene Katze , die zu ihrer Bezugsperson eine treue anhängliche Beziehung aufbaut.
Vom eher robusten großen Körperbau könnte man Wildheit ableiten, was aber nicht ihrem Wesen entspricht, denn die Karthäuser Katze ist sehr rücksichtsvoll und verletzt auch beim Spielen keinen.
Sie hat charakterliche Ähnlichkeiten zur Perserkatze.
Kartäuser sind sehr gelehrsam, neugierig und tolerant und können sehr gut mit Kindern zusammenleben. Bei Stress und Hektik zieht sich diese Rassekatze schnell zurück. Da die Karthäuser jedoch ansonsten gesellig ist, sollte sie mit anderen Tieren zusammen gehalten werden. Sie liebt Streicheleinheiten und Schmusen und belohnt diese mit einer leisen zirpenden Stimme und Schnurren.
Aussehen
Die Karthäuser Katze hat als äußerliches Charakteristikum ihre blaue Fellfarbe. Die Fellfarbe erscheint je nach Lichteinfall auch blaugrau oder silberblaugrau. Das Fell ist ein Doppelfell, dessen Deck-und Unterhaar gleich lang ist, wodurch das Fell sehr dick ist. Es glänzt und ist kurz.
Vom Körperbau her ist die Karthäuser muskulös, mit breitem Brustkorb und hat kurze bis mittellange stämmige Beine und runde große Pfoten.
Die Augen sind mandelförmig und von bernstein- oder kupferner Farbe. Die mandelförmige Form der Augen unterscheidet sie unter weiteren Kriterien von der Britischen Kurzhaar, deren Form rund ist.
Der Schwanz der Katze läuft spitz zu und ist schmal. Auch das Gesicht ist spitzer und schmaler als das einer Britisch Kurzhaar. Es ist trapezförmig und hat volle Wangen und ein breites Kinn sowie ausgeprägte Schnurrhaare. Die Ohren der Katze sind eng und hoch angesetzt.
Die männliche Karthäuser wiegt ungefähr 7kg, während die weibliche Katze kleiner und leichter ist.
Haltung
Karthäuser-Katzen können sowohl als Haustier in der Wohnung als auch mit Freilauf gehalten werden.
Sie sollte regelmäßig gebürstet werden, denn ihr Fell ist sehr dick und bedarf insbesondere nach Ausflügen im Freien einer Pflege.
Wie die meisten Rassekatzen, frisst auch die Karthäuser normales Katzenfutter, wobei sich Premiumfutter besonders empfiehlt, da es in der Herstellung, Nahrhaftigkeit und Verträglichkeit sowie Zusammensetzung gut ist.
Der Anteil an tierischen Nebenprodukten beim Futter sollte möglichst gering sein.
Als Schlafstätte kann ein ausgelegter Korb dienen, der- an einem ruhigen Ort aufgestellt- besonders beliebt ist.
Neben typischem Katzenspielzeug bringen Zuwendung und Streicheln viel Annehmlichkeit in das Leben der hübschen Katze. Karthäuser