Ägyptische Mau
Geschichte/Herkunft
Die Ägyptische Mau hat ihren Namen aus der Zusammensetzung der zwei Worte für ihre Urheimat Ägypten und dem Mittleren Osten und dem ägyptischendem Wort für Sonne bzw. Katze: „Mau“ bekommen. Sie ist auf vielen historischen Malereien und Papyri abgebildet, denn sie wurde als Gottheit verehrt und nach ihrem Ableben sogar auf einem Katzenfriedhof (Bubastis) begraben. Sie ist unter den domestizierten Katzen die älteste Rasse und stammt von der ägyptischen Wildkatze ab.
Es wird berichtet, dass eine Exilrussin eine Katze von Ägypten nach Europa (Italien) brachte und sie durch Verpaarung mit einem Kater vor der Ausrottung bewahrte.
Im Jahr 1956 soll die Frau den Nachwuchs in die USA importiert haben, wo er registriert und auf Ausstellungen präsentiert wurde.
1967 wurden ihre Rassestandards festgelegt und 1977 kam die Anerkennung der Rasse "Ägyptische Mau" vom CFA. (Rassenzuchtverband)
Nach Europa, wo sie weitgehend unbekannt war, kam sie 1988 zurück, hier fand sie schließlich auch Anerkennung durch den Dachverband der FIFé.
In Großbritannien versuchte man sie aus tabby-und point-Siamesen und Abessiniern zu züchten - allerdings ohne Erfolg.
Charakter
Die Ägyptische Mau gilt als freundlich und sehr gelehrsam und intelligent. Sie ist menschenbezogen, familiär,loyal und verspielt sowie zärtlich. Fremden gegenüber ist sie aber scheu und zurückhaltend.
Wenn sie in eine Familie intergriert wird, ist sie sehr anhänglich und zärtlich und mag es sehr
gestreichelt und liebkost zu werden. Man kann ihr leicht Kunststücke beibringen. Sie liebt es, im Freien umherzustreunen, ist aktiv und tollt gern herum. Genauso gut geht sie aber auch gern an der Leine spazieren gehen.
Sie gilt als die schnellste Hauskatze und kann bis zu 50 km/h erreichen.
Die ägyptische Mau hat eine weiche, leise und melodiöse Stimme, mit der sie auch gern Selbstgespräche führt.
Aussehen
Die Ägyptische Mau ist von schlanker, eleganter und anmutiger Gestalt und ist entweder von goldener bzw.
bronzener, silberner, schwarzer, blauer oder rauchiger Farbe. Sie hat vom Körperbau her Ähnlichkeit mit der Abessinierrasse. Der Körper ist „orientalisch“, grazil, muskulös und stämmig zugleich.
Sie ist mittelgroß, athletisch und hat eine Wildflecken-Zeichnung. Der Kopf ist gerundet und mit schwachen Wangenknochen und einer mittellangen Nase ausgestattet.
Die Ohren sind muschelrosa, mittelgroß und laufen an den mit Haarbüscheln versehenen Spitzen spitz zu.
Die schöne Katze hat große mandelförmige, grüne, stachelbeerfarbige Augen, die oft sorgenvoll blicken.
Der Schwanz ist halblang und leicht spitz zulaufen und mit deutlichen Ringen und einer schwarzen
Schwanzspitze versehen. Die Beine sind dünn und im Verhältnis zum Gesamtkörper mittellang. Die Hinterbeine sind länger als die
Vorderbeine. Die Pfoten sind klein, zierlich oval geformt.
Ihr Fell ist glänzend, seidig, dicht, kurz und mit zwei bis drei dunklen Bändern bzw. Streifen am Bein, Schwanz und im Wangenbereich versehen.
Die charakteristischste Äußerlichkeit ist ihr gepunktetes zufällig beschmutztes Fell.
Die Ägyptische Mau wird 14-15 Jahre alt und wiegt 2,5 -5 kg.
Ihre Jungen kommen schon mit geflecktem Fell auf die Welt.
Haltung
Da die Ägyptisch Mau lebhaft ist und sich viel und gern bewegt und rumtollt, sollte man für eine artgerechte Haltung für viel Raum und Klettermöglichkeiten sorgen. Sie braucht viel Bewegung, und Platz zum Springen, Klettern und Jagen.
Damit die Ägyptische Mau ihre Krallen schärfen kann, braucht sie einen Kratzbaum, sonst sucht sie sich dafür die Möbel aus.
Sie kann sowohl in der Wohnung als auch in Außenanlagen leben. Sie ist sportlich und jagt gern und
deshalb ist ein Garten eine sehr gute Haltungsform. Die liebevolle Katze wird nicht gern allein gelassen, sondern freut sich über menschliche Gesellschaft oder Artgenossen.
Was ihre Pflege anbetrifft, so ist sie sehr pflegeleicht und braucht nur ein paar mal in der Woche Bürsten- und
Streicheleinheiten.
Desweiteren benötigt sie hochwertiges Futter und zur täglichen Hygiene frisches Streu. Im Handel gibt es vollwertiges Katzenalleinfutter, welches alle notwendigen Nährstoffe enthält und oft sogar empfehlenswerter als selbstzubereites Futter ist. Im Sommer bietet sich verstärkt Trockenfutter und sonst Feuchtfutter an. Man sollte die Katze 2-3 mal täglich füttern. Wichtig ist es, das Wasser zum Trinken nicht zu vergessen. Von der Fütterung von rohem Fleisch sollte man wegen der Erkrankheitsgefahr durch Erreger besser Abstand nehmen. Ägyptische Mau